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In den Medien lesen wir zurzeit häufig, dass sich der Umgang mit suchterzeugenden Stoffen seit Beginn der Corona-Pandemie nicht zum Besten gewandelt hat. Die hohe psychische Belastung führt dazu bei manchen Menschen dazu, dass sie ihre Grenzen nicht mehr kennen oder dass sie nicht mehr in der Lage sind, ihre ihnen eigentlich bekannten Grenzen einzuhalten.

Ehrlich mit dem eigenen Konsumverhalten sein

Süchte gibt es viele: Der eine braucht seine Zigaretten, die andere ihr Glas Alkohol, das Spielen, Süßigkeiten oder das Einkaufen. Doch eins haben alle Süchte gemeinsam: Ein Raus aus der Sucht braucht Unterstützung. Natürlich kann ein Artikel hier auf unserer Homepage das nicht bieten, aber er kann ein Weckruf sein. Vielleicht gab es in den letzten Wochen doch mal eine Situation, wo Sie selbst gedacht haben, dass Sie gefährlich leben oder dass jemand Sie angesprochen hat, dass er   sich Sorgen um Sie macht. Dann kann das der erste Schritt sein.

Oft fällt es schwer, sich einzugestehen, dass das eigene Verhalten gefährlich ist. Aber nur, indem man sich das selbst eingesteht, kann der erste Schritt zur Änderung entstehen. Fragebogentests können daher ein guter erster Schritt sein, um das eigene Konsumverhalten zu analysieren. Einen solchen Test sollten Sie allein durchführen, denn es ist nicht hilfreich, wenn Ihnen jemand von hinten einflüstert, dass Sie dies oder jenes falsch machen. Das fördert eher das Abstreiten und verhindert das ehrliche Eingeständnis, dass ein Problem besteht.

Wenn das innere Belohnungssystem aus dem Gleichgewicht gerät

Selbsttests finden Sie unter anderem unter folgenden Adressen: https://www.kenn-dein-limit.de/selbst-tests/alkohol-selbst-test/ oder https://www.drugcom.de/

Generell gilt, dass Abhängigkeit dann entstehen kann, wenn unser inneres Belohnungssystem nicht mehr im Lot ist. Es gibt für jeden von uns Dinge, die den Einzelnen unterschiedlich glücklich machen können. Aber wenn wir nicht mehr in der Lage sind, auch mal zu verzichten und immer wieder meinen, uns Gutes tun zu müssen als Belohnung – also mit noch einem Paar Schuhe, dem Glas Alkohol, dem Joint oder was auch immer, dann steuern wir in die Sucht. In unserem Gehirn werden durch Lob oder durch ein Lächeln, aber auch durch Alkohol oder andere Rauschmittel Botenstoffe ausgeschüttet, die uns Glück empfinden lassen. Davon wollen wir gerne mehr. Und wenn wir die Kontrolle verloren haben, dann befinden wir uns in der Sucht.

Bewusst verzichten

In der Fastenzeit setzen sich manche Menschen bewusst ein Ziel, auf etwas zu verzichten. Früher war es das Fleisch, auf das es galt, 40 Tage zu verzichten. Aber viele haben heute andere Vorsätze: Sie nehmen sich vor, bewusst auf Alkohol oder Süßes zu verzichten. Auch das kann ein erster Schritt sein, dass man zurückrudert mit der Menge dessen, was man sich gönnt – also vielleicht nur noch die halbe Schachtel Zigaretten, das halbe Getränk.

Sie entscheiden es: Bewusst zu verzichten ist der erste, wichtige Schritt. Und es ist immer wieder sinnvoll, Tage einzubauen, wo das Motto gilt: Das brauche ich heute nicht – also abstinent zu sein.

Bleiben Sie gesund!