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Am Aschermittwoch hat die traditionelle Fastenzeit begonnen, die in Deutschland seit einigen Jahren wieder an Popularität gewinnt – gerade auch außerhalb der Karnevalshochburgen. Haben Sie das Fasten auch schon mal ausprobiert? Wenn nicht, dann ist es noch nicht zu spät, auf den Zug aufzuspringen. Viele Gründe sprechen dafür.

Befreiende Wirkung für Körper und Seele

Es ist kein Zufall, dass sich fast jede Kultur eine Zeit des Verzichts auferlegt. Im Islam ist beispielsweise der Ramadan das Pendant zur Fastenzeit. Das wichtigste Ziel ist dabei immer die Besinnung auf das Wesentliche. Verzichtet werden soll auf Dinge, die wir zwar oft als notwendig empfinden, die aber bei genauer Betrachtung entweder "Luxus" darstellen (z.B. Fernsehen oder Fleisch als Bestandteil des Essens) oder sogar gesundheitsschädlich sind (Alkohol, Nikotin).

In Zeiten des Überflusses ist Verzicht eine Bereicherung. Die Erkenntnis, dass ein ständiges Mehr keine glückbringende Option ist und dass das einfachere Leben genauso lebenswert ist, kann eine befreiende Wirkung haben. Die Sinne werden geschärft: Der Verzicht erinnert uns daran, dass wir vor allem in Gemeinschaft mit anderen leben und dass es diese zwischenmenschlichen Beziehungen sind, auf die es wirklich ankommt.

Weniger essen, weniger fernsehen, mehr Zeit für Kontakte haben

Der Verzicht kann dabei verschiedenste Formen annehmen: keine Süßigkeiten oder Alkohol, kein Fernsehen oder Internet, weniger Arbeit, mehr Großzügigkeit, weniger Auto fahren, mehr bewegen… Die Liste der Möglichkeiten ist unendlich lang. Wichtig ist vor allem, dass der Verzicht eine Herausforderung darstellt.

Dabei geht jeder Verzicht jedoch auch mit einem Gewinn einher: freie Zeit für Freunde und Familie, wachsende Unabhängigkeit von Zwängen und Süchten, mehr Kontakt zum eigenen Körper.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Verzicht gemeinsam zu üben. So wird das Fasten nicht nur leichter, sondern kann auch zu gemeinsamen Erkenntnissen führen und den Kontakt zu den anderen Verzichtenden vertiefen. Beispiele für solche "Gemeinsam-statt-einsam-Aktionen" sind Familienabende, Spieleabende, gemeinsames Entrümpeln oder Ausflüge.

Auf dem Weg zu dauerhafte Veränderungen

Letztlich sind wir alle verhaftet in unserem Alltag und unseren Gewohnheiten, in denen es uns schwer fällt, Dinge zu verändern, da wir immer wieder in unsere alten Verhaltensmuster zurückfallen. Fastenzeit kann also eine Option sein, umzudenken und zu lernen.

Viele Menschen müssen oder sollten aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen ihren Lebensstil ändern – und das ist schwer. Die Fastenzeit kann als Möglichkeit genutzt werden, sich auf den Weg zu machen. Nicht nur kurzfristig für ein paar Wochen, sondern dauerhaft.