burger-menu

Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr von Knochenbrüchen. Ein Hauptgrund dafür ist das vermehrte Auftreten von Osteoporose bei Personen, die sich in der zweiten Lebenshälfte befinden. Die Krankheit hat eine Verminderung der Knochendichte zur Folge.

In Deutschland sind rund 7 Millionen Menschen betroffen – Frauen deutlich häufiger als Männer, nämlich mehr als doppelt so oft. Nach dem 50. Lebensjahr, beziehungsweise nach den Wechseljahren, erleidet jede dritte Frau einen durch Osteoporose bedingten Knochenbruch (dabei spricht man von der "postmenopausalen Osteoporose"). Bei den 70-jährigen ist es schon jede zweite Frau. Männer erkranken in der Regel zehn Jahre später.

Erscheinungsformen

Neben der postmenopausalen Osteoporose, die durch den Hormonmangel nach den Wechseljahren ausgelöst wird, ist die Alters-Osteoporose die zweite häufige Erscheinungsform.

Darüber hinaus gibt es – in ungefähr 5 Prozent der Fälle – die sogenannte sekundäre Osteoporose. Sie wird durch eine andere Erkrankung ausgelöst.

Risikofaktoren

Risikofaktoren für die Krankheit sind die Veranlagung (Genetik) und der Lebensstil. Das betrifft vor allem die Ernährung: Häufig mangelt es dem Körper der Betroffenen an Kalzium und Vitamin D. Aber auch Bewegungsmangel, Rauchen und Alkohol erhöhen die Gefahr.

Sekundäre Osteoporosen treten am ehesten in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf, wenn diese über einen längeren Zeitraum eine Behandlung mit Glukokortikoiden erfordern, z.B. Asthma. Auch die längere Ruhigstellung von Körperteilen (Immobilisation) nach Verletzungen kann das Risiko erhöhen.

Manche Medikamente steigern das Risiko der Entstehung einer Osteoprose deutlich. Dazu zählen beispielsweise Cortison, Magensäure blockierende Medikamente, Heparine, Marcumar, aber auch sogenannte Antihormone, die bei der Behandlung von hormonabhängigen Tumoren eingesetzt werden (z.B. beim Brustkrebs).

Diagnose

Osteoporose kann durch verschiedene Messverfahren bestimmt werden. Es gibt aber auch Warnsignale: Neben dem Offensichtlichen, dem Knochenbruch, sind das beispielsweise Rückenschmerzen sowie das Auftreten der Krankheit bei Familienangehörigen. Wenn die Mutter oder die Großmütter einen Buckel hatten – früher als sogenannter "Witwenbuckel" bezeichnet – kann das ein Hinweis sein.

Das persönliche Risiko kann auch in diesem Online-Text des Dachverbands Osteologie (DVO) überprüft werden:
www.dv-osteologie.org/uploads/Risikotool/Osteoporose_Risikotool_druck.swf

Behandlung

Die Therapie der Osteoporose erfolgt in erster Linie mit Hilfe von Medikamenten, die zur Festigung der Knochen beitragen. Dabei ist es sinnvoll, nicht zu warten, bis der erste Knochen kaputt ist, denn die Krankheit lässt sich bei frühzeitigem Eingreifen manchmal sogar rückgängig machen. In fortgeschrittenen Fällen können instabile Gelenke ersetzt und der Rücken stabilisiert werden.

Schutz

Der Körper baut ganz natürlich im Laufe des Lebens Knochenmasse ab – ungefähr ein Prozent pro Jahr. Es ist sinnvoll, diesen Prozess durch eine kalziumreiche Ernährung zu verlangsamen. Tipps dazu erhalten Sie in diesem PDF.