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"Sport ist gesund" – so sagt es zumindest der Volksmund. Doch warum ist das so? Hat mein Arzt am Ende vielleicht doch Recht, wenn es wieder heißt: "Sie sollten sich mehr bewegen"? Was kann Sport bewirken und welche Sportart ist überhaupt für mich geeignet?

Wichtig für Gewebe und Organe

Schon seit dem Bestehen der Menschheit ist Bewegung notwendig, um zu (über)leben, denn unser gesamter Organismus ist auf körperliche Aktivität angewiesen, damit er ordnungsgemäß funktionieren kann.

Wenn diese auf den Körper einwirkenden Bewegungsreize fehlen, führt das zur Rückbildung vieler Gewebe wie Knochen, Muskeln und Bändern. Darüber hinaus sinkt die Leistungsfähigkeit sämtlicher Organe.

Die vielfältigen Wirkungen des Ausdauersports

Einige Beispiele, wie Ausdauersport auf Ihren Körper wirkt:

  • Herz: Ausdauertraining vergrößert das Herzvolumen. Dadurch werden pro Herzschlag mehr Blut und Sauerstoff zu den Muskeln und Organen transportiert. Das Herz arbeitet wirtschaftlicher und schonender. Auch der Herzmuskel selbst wird besser mit Blut versorgt, da das System der Herzadern (Koronararterien) ebenfalls gestärkt wird. Brauchbare und weit verbreitete Ausdauersportarten sind zum Beispiel alle Formen des Gehens wie Walking, Nordic Walking oder auch Wandern. Joggen, Radfahren (auch auf dem Ergometer), Schwimmen, Skilanglauf und Rudern sind ebenfalls beliebt.
  • Muskeln und Knochen: Auch der Stütz- und Bewegungsapparat, also Knochen, Sehnen und Muskeln, profitieren von ausdauernder Bewegung. Laufen oder Walking gelten als wirksame Vorbeugung von Osteoporose.
  • Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker: Ausdauersport senkt wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Blutdruck sinkt, der Blutfluss wird verbessert, die Cholesterinwerte verändern sich zugunsten des gesünderen HDL-Cholesterins, der Zuckerstoffwechsel wird positiv beeinflusst und eine Gewichtsreduktion somit erleichtert.
  • Immunsystem: Maßvolle Ausführung vorausgesetzt, fördert Ausdauersport auch das Immunsystem, da durch körperliche Bewegung gewissermaßen Reize gesetzt werden, welche die Abwehrzellen zu mehr Aktivität anregen.
  • Hormonsystem: Sport hellt das Gemüt bei Depressionen auf und verbessert die geistige Leistungsfähigkeit.


Gymnastik und Muskelaufbau: Skelett und Gelenke in Schuss halten

Gymnastische Übungen und muskelaufbauendes Training sind die beste Hilfe für den Bewegungsapparat. Muskeln stützen nicht nur Skelett und Gelenke, sie sorgen durch Kraftübertragung auf die Knochen auch erst dafür, dass Bewegungen überhaupt möglich sind.

Die Wichtigkeit von Bewegung zeigt sich allein schon in der Tatsache, dass die Zunahme sitzender Tätigkeiten zu immer mehr Schäden an der Wirbelsäule und den Gelenken führt. Gymnastische Übungen fördern die allgemeine Beweglichkeit und Dehnbarkeit und beugen haltungsbedingten Wirbelsäulen- und Gelenkschäden vor. Sowohl Gymnastik als auch Muskeltraining sollten unbedingt unter Aufsicht erfahrener Trainer oder Therapeuten durchgeführt werden.

Welchen Sport soll ich wählen?

Das wichtigste Kriterium: Es muss Spaß machen. Denn Sport und seine positiven Begleiterscheinungen können erst nach mehreren regelmäßig durchgeführten Einheiten zum Tragen kommen.

Wenn Ihnen auf Anhieb keine Sportart einfallen sollte, die Sie interessiert, so probieren Sie sich ein wenig aus. Sind Sie unsicher, ob eine Sportart für Sie geeignet ist, können Sie uns jederzeit zu diesem Thema befragen.

Gerade zu Beginn kann es schwer fallen die eigene Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen. Darum sollten Sie darauf achten, nicht zu extreme Anstrengungen zu wählen. Ein Gesundheitscheck bei einem Mediziner kann helfen, Risiken zu erkennen und auszuschließen.

Fazit

Das ideale Bewegungsprogramm zur Förderung der Gesundheit liegt in einer Kombination aus Ausdauersport, Gymnastik und Muskeltraining mit dem Schwerpunkt auf der Ausdauer. Sport als Medizin – eine Aktivität, die sich lohnt.