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Verstopfung, Schmerzen, Blut im Stuhl oder Juckreiz – viele Menschen leiden unter diesen Beschwerden, doch kaum einer spricht darüber. Manches lässt sich leicht beheben, andere Symptome erfordern weitere Untersuchungen.

Ausgelöst werden die Beschwerden oft durch vergrößerte Hämorrhoiden, Aftereinriss, Hautfalten, Afterthrombose, Hautausschlag, Entzündungen oder Tumore. Diese Erkrankungen ließen sich jedoch häufig durch rechtzeitige Umstellung der Alltagsgewohnheiten vermeiden.

Die Hauptursachen für Erkrankungen des Enddarmes und Darmes liegen in einer unausgewogenen Ernährung mit viel Fleisch- und Fettzufuhr, wenig ballaststoffreichen Lebensmitteln, sehr viel Zucker und Weißmehl sowie einer geringen Flüssigkeitszufuhr von weniger als zwei Litern pro Tag. Auch ein Bewegungsmangel kann häufige Beschwerden auslösen. Mit ein paar einfachen Tipps können Sie jedoch selbst etwas für das Wohlbefinden Ihres Darms tun.

Auf genügend Flüssigkeit achten

Trinken Sie viel Flüssigkeit, das hält den Stuhl geschmeidig. Empfohlen werden zwei Liter pro Tag – bei Hitze, Fieber oder sportlicher Betätigung eher mehr. Kaffee und Alkohol hingegen entziehen dem Körper Wasser und sorgen für eine negative Flüssigkeitsbilanz. Greifen Sie lieber zu Mineralwasser, Kräutertee, Früchtetee sowie zu Obst- und Gemüsesäften. Schwarztee begünstigt allerdings eine Verstopfung.

Ballaststoffreich ernähren

Quell- und Ballaststoffe binden Wasser im Dickdarm und vergrößern damit das Stuhlvolumen – dadurch kommt es zu einem Dehnungs- und Bewegungsreiz auf den Darm. Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse, Vollkornbrot sowie 1 bis 2 Esslöffel Weizenkleie oder Leinsamen täglich (z.B. eingerührt in Müsli oder Joghurt) und die Einnahme von pflanzlichen Präparaten (indische Flohsamenschalen haben einen besonders hohen Faseranteil) fördern die Aktivität des Darms. In der Anfangsphase können sie jedoch zunächst unliebsame Nebenwirkungen wie Blähungen und Völlegefühl auslösen.

Abführmittel vermeiden

Die Einnahme von Abführmitteln ist nicht nur überflüssig, sondern kann auch schädlich sein. Ihre Wirkung kann durch Wasser- und Salzverlust auf Dauer problematisch werden. Durch den häufigen und langfristigen Gebrauch kann es gerade bei älteren Menschen zu Mangelerscheinungen und Minderung von Kaliumsalzen kommen – dies führt zu einer Verstärkung der Verstopfung. Der ständig flüssige Stuhlgang fördert darüber hinaus die Entstehung eines Hämorrhoidalleidens sowie anderer Enddarmerkrankungen.

Stuhlgangverhalten

Die häufigste Ursache für ein Hämorrhoidalleiden ist ein falsches Stuhlgangverhalten. Häufig kommt es aufgrund des Bewegungsmangels und einer schlackenarmen Ernährung zu einer Verfestigung der Stuhlsäule. Dann muss bei der Defäkation stark gepresst werden. Vermeiden Sie zudem lange Toilettensitzungen – empfohlen werden kurze Sitzungen von zwei bis drei Minuten ohne Pressen bei der Entleerung. Beim Gefühl einer noch unvollständigen Entleerung ist es ratsam, lieber noch mal zu einem späteren Zeitpunkt auf die Toilette zu gehen.

Behutsame Analhygiene und Vorsorge

Nach der Stuhlentleerung empfiehlt sich ein lauwarmes Sitzbad mit klarem Wasser ohne Zusatz von Parfüms und Seifen. Geeignet ist auch das Ausduschen der Afterregion in der Hocke mit dem Brausestrahl. Beim Abtrocknen sollte man nicht reiben, sondern tupfen, und zwar mit einem weichen Toilettenpapier. Feuchttücher können durch darin enthaltene Duftstoffe Allergien auslösen.

Darmkrebsfrüherkennung

Männer haben ein doppelt so hohes Darmkrebsrisiko wie Frauen. Die sicherste Methode, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, ist eine Darmspiegelung. Ein Stuhltest erkennt dagegen nur einen Teil der Krebsfälle und meldet gelegentlich falschen Alarm.

Für Menschen ab dem 55. Lebensjahr finanzieren die Krankenkassen alle 10 Jahre eine Darmspiegelung. Diese ist die mit Abstand sicherste Methode zur Darmkrebsvorsorge, denn mit ihrer Hilfe lassen sich die meisten Tumoren und ihre Vorstufen frühzeitig erkennen und entfernen.

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