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Vier von fünf deutschen Haushalten besitzen laut einer Umfrage eine Hausapotheke – aber nur etwa ein Drittel überprüft den Inhalt regelmäßig. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) rät Verbrauchern, mindestens einmal im Jahr die Medikamente und Verbandsmaterialien auf Vollständigkeit und Qualität zu überprüfen. Denn auch bei fachgerechter Lagerung verändern oder verlieren Arzneimittel ihre Wirkung – ist das Verfallsdatum überschritten, sollte es nicht mehr angewendet werden.

Nasen- und Augentropfen direkt nach der Anwendung entsorgen

Heben Sie Ihre Medikamente am besten immer in der Originalverpackung mit Beipackzettel auf – so können Sie Wirkung und Haltbarkeit nachlesen und haben alle relevanten Informationen parat. Einige Heilmittel sind nach Anbruch nur noch wenige Wochen haltbar – notieren Sie am besten auf der Verpackung, wann das Mittel angebrochen wurde.

Überprüfen Sie mindestens einmal pro Jahr alle Heilmittel auf ihre Haltbarkeit und entsorgen Sie abgelaufene Präparate. Gerade verschreibungspflichtige Arzneimittel sollten Sie nur für die Dauer der akuten Anwendung aufbewahren und anschließend entsorgen.

Flüssigkeiten, Gels, Cremes, Salben und Tropfen reagieren besonders empfindlich, wenn sie angebrochen sind: Kommen sie in Kontakt mit Sauerstoff, setzt ein sogenannter Oxidationsprozess ein. Nasen- und Augentropfen sollten Sie direkt nach der Anwendung entsorgen, da sich dort besonders schnell Bakterien ansiedeln, die Sie oder andere Familienmitglieder bei erneutem Gebrauch infizieren könnten.

Auch die Lagerung der Hausapotheke hat einen Einfluss auf die Haltbarkeit des Inhalts: Bewahren Sie die Medikamente kühl und trocken im Schlafzimmer oder in der Abstellkammer auf. Das Badezimmer ist zu feucht und eignet sich nicht für eine Lagerung. Zur Aufbewahrung eignet sich am besten ein stabiler und abschließbarer Medizinschrank, den es zum Beispiel in der Apotheke zu kaufen gibt – vor allem, wenn Kinder im Haushalt leben, sollte darauf geachtet werden.

Standard-Medikamente und individuelle Arzneimittel parat haben

Neben der regelmäßigen Kontrolle der Hausapotheke ist es wichtig, einen Vorrat an Materialien zum Versorgen von Wunden mit Desinfektionsmittel und entsprechenden Verbandsstoffen zu besitzen. Zudem empfiehlt es sich, einige Standard-Medikamente parat zu haben, die immer mal wieder benötigt werden. Dazu zählen beispielsweise Schmerzmittel bei Kopf- oder Regelbeschwerden, Schleimlöser, Erkältungsmittel, Wundsalbe und Mittel gegen Sodbrennen oder Durchfall sowie individuell benötigte Medikamente bei Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma. Auch Utensilien wie Schere und Pinzette sowie wichtige Kontaktdaten von Ärzten, Krankenhäusern, Notfallrufnummern und eine Erste-Hilfe-Anleitung sollten der Hausapotheke beigelegt werden.

Sollten Sie dennoch einmal unsicher über die Anwendbarkeit oder die richtige Zusammenstellung sein, sprechen Sie uns gerne an.