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Wenn es ums Auto geht, überlassen wir Deutschen nichts dem Zufall: Spätestens nach drei Jahren geht's zum TÜV, danach alle zwei Jahre wieder, zwischendurch erfolgt regelmäßig die Inspektion. Mit unseren eigenen Körpern gehen wir meist viel laxer um: die Sicherheit steht zwar auch hier auf dem Spiel, aber manchmal möchte man es vielleicht auch gar nicht so genau wissen. Ein Auto kann man schließlich zur Not austauschen, den Körper nicht.

Dennoch gibt es die regelmäßige Kontrolle mittlerweile auch für den Menschen. Ab dem 35. Geburtstag wird der sogenannte "Gesundheits-Check" alle zwei Jahre von den Krankenkassen finanziert. Die Nutzung dieses Angebots ist dringend zu raten, denn es kann Ihr Leben retten.

Ziel dieser Untersuchung ist es, Probleme frühzeitig zu erkennen, damit sie gar nicht erst zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden können. Bei der Diagnose von Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen und Zuckerkrankheit kann das rechtzeitige Eingreifen den entscheidenden Ausschlag für einen positiven Verlauf geben.

Verborgene Risiken entdecken

Im Rahmen eines Gesundheitschecks ermittelt der Hausarzt oder die Hausärztin zunächst gemeinsam mit Ihnen, wo mögliche Risiken verborgen sein können. Hinweise geben beispielsweise gehäuft auftretende Erkrankungen in der Verwandtschaft sowie bestimmte Warnsignale des eigenen Körpers. Danach folgt eine ausführliche körperliche Untersuchung. Von den Haarspitzen bis zur Fußsohle wird dabei nach Auffälligkeiten gefahndet – beispielsweise im Rachen, am Herzen, in der Lunge, an den Lymphknoten und in den Beinen.

Einen weiteren wichtigen Bestandteil des Checks bildet die Blutuntersuchung. Dabei werden die Cholesterinwerte und der Blutzuckerspiegel ermittelt. Der Urin wird darüber hinaus auf Anzeichen von Entzündungen oder Blut untersucht. Falls Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, werden auch bestimmte Laborwerte kontrolliert, um Effekte und Nebenwirkungen zu überprüfen.

Auf Basis der Ergebnisse beraten Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, ob Sie etwas verändern können, um Ihre persönlichen Risiken zu minimieren. Darüber hinaus können weitere Untersuchungen bei entsprechenden Spezialisten eingeleitet werden, sofern erforderlich.

Weitere Spezialuntersuchungen möglich

Einige spezielle Untersuchungen kommen mit zunehmendem Lebensalter hinzu. Eine davon ist die jährliche Untersuchung der Prostata bei Männern ab 45 Jahren. Ab dem 55. Lebensjahr kann – und sollte – eine Darmspiegelung zur Früherkennung von Dickdarmtumoren in Anspruch genommen werden. Alternativ ist ein Test auf Blut im Stuhl möglich.

Frauen können sich bereits ab 20 Jahren jährlich auf Gebärmutterkrebs und ab 30 Jahren auf Brustdrüsenkrebs untersuchen lassen.

Die Praxisgebühr entfällt beim Gesundheitscheck. Erst wenn weitergehende Untersuchungen notwendig werden, muss die Gebühr bezahlt werden. Das sollte allerdings niemanden davon abhalten, sein Leben zu sichern. Wir filtern immer wieder Symptome heraus, die andernfalls erst viel später entdeckt worden wären. Die Chancen der Gesundung steigen dadurch oft dramatisch.

Weitere Informationen zum Gesundheits-Check finden Sie auch hier:
www.hausaerzte-hoberge.de/Vorsorgeuntersuchungen.pdf